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Umweltsünde Onlineshopping?

Lanieri-Store in der Türkenstraße München Onlineshopping boomt. Immer mehr Deutsche bestellen vom Sofa aus und lassen sich die Ware bequem nach Hause liefern. Gerade bei Klamotten liegt die Quote der Retouren dabei jenseits von Gut und Böse. Ist Onlineshopping eine Umweltsünde?

Der Onlinehandel wächst rasant. Im letzten Jahr ging der Absatz noch einmal um 13 Prozent hoch, auf 24,4 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland. Logistikunternehmen wie DHL und Hermes, UPS oder DPD liefern im Sekundentakt Pakete in ganz Deutschland aus. Bei all den Transportwegen kreuz und quer durchs Land, bei all den Lieferfahrzeugen und den CO2-Emissionen, die sie täglich verursachen, stellt sich die Frage: Wie stark belastet unser Kaufverhalten die Umwelt?

Ist Onlineshopping schädlicher als der stationäre Handel?

Die Antwort ist überraschend. Denn so einfach kann man das gar nicht sagen. Viele Untersuchungen kommen sogar zu dem Ergebnis, dass Onlineshopping umweltverträglicher ist als der stationäre Handel. So zum Beispiel eine Studie des Freiburger Öko-Instituts. Laut den Wissenschaftlern erzeugt ein digitaler Shoppingbummel einen CO2-Ausstoß von 1.030 Gramm, während ein Einkauf im stationären Handel einen Ausstoß von 1.270 Gramm verursacht - sogar, wenn man mit dem Fahrrad zum Geschäft fährt. Das erklärt sich daher, dass ein Ladengeschäft mit Strom versorgt und beheizt werden muss, was alles in die Klimabilanz mit einfließt. Hinzu kommt, dass viele mit dem Auto zum Shoppen fahren und somit noch weitere Emissionen obendrauf kommen. Ist Onlineshopping also 'grüner' als der klassische Einkaufsbummel?

Hohe Retouren ruinieren die Umweltbilanz

Nicht ganz, denn in der Praxis ist die Rechnung etwas komplizierter: Auch die Umweltbelastung durch Pakete und Verpackungsmaterial darf nicht vergessen werden. Außerdem sorgt besonders das Segment Kleidung durch hohe Retouren dafür, dass jede Klimabilanz ruiniert wird. Da Onlineshops in einem harten Konkurrenzkampf stehen, ist kostenloser Versand inklusive kostenlosem Rückgaberecht zum Standard geworden. Das führt zu der weit verbreiteten Praxis, Kleidungsstücke zur Sicherheit in mehreren Größen zu bestellen oder auf gut Glück zu shoppen - was nicht passt oder gefällt, wird einfach zurückgeschickt. Bei Onlineshops wie Zalando liegt die Retourenquote bei sagenhaften 50 Prozent. Und laut dem Öko-Institut Freiburg verursacht jeder Versand innerhalb Deutschlands so viele Treibhausgase, wie drei Kilometer mit dem Auto zu fahren. Da kommt einiges zusammen.

Die schlimmsten Klimasünder sind allerdings die Schnäppchenjäger, die im Laden einen Artikel anprobieren, um ihn dann online zu bestellen. Laut den Berechnungen der Studie verursachen diese mit 3.930 Gramm Kohlenstoffdioxid pro Einkauf fast sechs Mal so viel Umweltbelastung wie die Onlineshopper.

Tipps für umweltfreundliches Shopping

- Shopping No-Go: Im Laden anschauen und dann online kaufen ist unfair den Händlern gegenüber und eine ziemliche Umweltsauerei. Davon solle man also die Finger lassen. Wer clever und umweltschonend shoppen will, macht es genau anders herum: Erst online informieren und dann gezielt im Laden anprobieren. Viele Onlineshops bieten Shopfinder an, wo die Waren vor Ort zu kaufen sind. Vorbildlich zum Beispiel StreetOne - die Kleidermarke listet für München ganze 16 Street One-Shops auf und zeigt die Orte gleich auf der Stadtkarte an. Den nächsten Shop in der Nähe zu finden, ist somit ganz einfach.

- Bewusst shoppen: Onlineshopping ist nicht automatisch schlecht. Es kann auch sehr umweltfreundlich sein. Wer zum Beispiel regionale Feinkostprodukte wie Honig online kauft, der verursacht unter Umständen viel weniger Transportbelastung, als wenn er einen Honig im Laden kauft, der aus Kalifornien eingeflogen wurde.

- Retouren vermeiden: Wer online shoppt, sollte der Umwelt zulieb aber vermeiden, Retouren fest in sein Kaufverhalten einzuplanen. Wie im Laden sollte man möglichst nur Dinge kaufen, von denen man sich sicher ist, dass man sie tatsächlich will.

- Expressversand vermeiden: Wenn es schnell gehen soll, können die Lieferfahrzeuge nicht immer warten, bis sie voll sind. Beim Standardversand sind die Fahrzeuge hingegen immer optimal ausgelastet und somit umweltfreundlicher.

Wer sich an ein paar Daumenregeln hält, kann das Onlineshopping also schon viel 'grüner' gestalten. Den Einkauf im Internet generell als Umweltsünde zu verteufeln, ist nicht gerechtfertigt.

<lg>
Fotos: Lanieri.com




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