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Planet der Affen: Revolution

Affenzirkus

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Vor zwanzig Jahren noch hätte jeder Darsteller von Rang ein solches Angebot dankend abgelehnt: Einen Affen spielen? Das verhieß nicht unbedingt darstellerische Erfüllung. Große Popularität schon gar nicht. Kein Wunder also, dass Charlton Heston bis heute ein Begriff ist. Roddy McDowall, seinem Gegenpart Dr. Cornelius in dem Original von 'Planet der Affen', blieb derartiger Ruhm nach der Premiere 1968 weitgehend verwehrt. Der Brite Andy Serkis allerdings dürfte jetzt als erster Schauspieler der Filmgeschichte seiner nicht-menschlichen Rollen wegen bekannt geworden sein. Er war der Gollum in der 'Herr der Ringe'-Trilogie und 2005 bereits Peter Jacksons 'King Kong'. Jetzt gibt Serkis nach 'Planet der Affen: Prevolution' (2011) erneut den bei den Menschen aufgewachsenen Affen Caesar.
Dabei sind die Zeiten, in denen ein Schauspieler unter einer Gummimaske tierische Laute schnorchelte, endgültig vorbei. Mit dem aufwändigen Performance-Capture-Verfahren, das die Bewegungen und die Mimik des Schauspielers aufzeichnet und am Computer in einen Affen verwandelt, entsteht eine Figur mit echter Persönlichkeit. Serkis ist als digital umgerechneter Anführer der Affenhorde nicht mehr allein auf einen perfekten Maskenbildner angewiesen, um zu überzeugen. Sondern kann sich ganz auf sein Spiel konzentrieren. Auch die anderen Affen, allen voran Caesars vernarbter Gegenspieler Koba (Toby Kebbell), beeindrucken durch ihr ausdrucksstarkes Spiel. Der eine ist der nachdenkliche, an den Umständen zweifelnde Held, der andere sein finsterer Gegenspieler.

Dass der Schwerpunkt der Handlung diesmal bei den Primaten liegt und nicht mehr bei den durch einen Virus nahezu ausgelöschten Menschheit, erscheint da nur konsequent. Das wirklich Großartige an 'Planet der Affen - Revolution' ist aber, dass jede Figur gute und sehr plausible Gründe für ihr Handeln hat. Die einzelnen Affen ebenso wie die einzelnen Menschen. Gute und Böse, Kriegstreiber, Intriganten und liebenswürdige, ehrliche Zeitgenossen finden sich in jedem Lager. Alle eint die Sorge um die Familie.
Matt Reeves zeigt in seinem hochmoralischen Blockbuster sehr anschaulich, wie wenige Unterschiede zwischen Affen und Menschen bestehen und wie gefährlich nahe beiden Spezies die Ausgrenzung und der Rassismus liegen. Und wie leicht sich das jeweilige Rudel beeinflussen und aufhetzen lässt. Dank der modernen Technologien sind die Ausformungen dieser unheilvollen Entwicklungen nicht mehr so lächerlich anzusehen wie 1968, sondern von einem drastischen, schrecklichen Realismus.

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genre: Action, Drama, Science-Fiction länge: 131 min Original: Dawn of the Planet of Apes Darsteller: Andy Serkis, Jason Clarke, Gary Oldman, Planet der Affen: Revolution (2014) Regie: Matt Reeves, Planet der Affen: Revolution (2014) Drehuch: Rick Jaffa, Amanda Silver, Drehjahr: 2014 FSK: 12 Starttermin: 07.08.2014 Offizielle Website ]

wo läuft der film in münchen? [ Planet der Affen: Revolution (2014) im kinoprogramm ]

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