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Bahnhofsviertel wird aufgewertet.
Was wird aus den Casinos?

Hauptbahnhof München Das Bahnhofsviertel in München gilt als Schmuddelecke und Sündenphuhl innerhalb des berühmten Münchner Sperrbezirks.
Wenig Grünflächen, scheußliche 60er/70er-Jahre Bauten (inklusive dem Hauptbahnhof), Drogen, Prostitution und Bettler entsprechen nicht gerade dem allgemeinen Bild vom schnuckeligen München.

Allerdings wird das Bahnhofsviertel gerade wegen seines „internationalen Flairs“, inklusive türkischen und russischen Obst- und Feinkostläden, Import/Export- und Gold An- und Verkaufs - Läden in einigen ausländischen Reiseführern als „hipp“ bezeichnet.

Die Nähe zur Theresienwiese macht den Standort auch für Investoren interessant. Vor allem Hotels schießen wie Pilze aus dem Boden. Aktuell baut die Hotelkette Motel One sogar gleich zwei neue Herbergen. Auf der Schwanthaler Höhe eröffnete unlängst das FORUM SCHWANTHALERHÖHE, ein neues Shopping-Quartier mit 90 Shops. Hier wurden 240 Millionen Euro in den Bau investiert.

Entsprechend schick machen sich auch die Spielotheken im Viertel laut der Redaktion von nachgefragt.net. Für Leute, die gern einmal ein paar Runden an den Automaten oder E-Roulette spielen, wird es deutlich angenehmer.

Die Merkur Spielothek an der Schillerstraße, die K1 Spielothek in der Dachauer Straße, das Las Vegas Casino in der Bayerstraße sind Beispiele dafür, das das Spielen nicht mehr nur in dunklen Etablissements, sondern in hellen Räume in gepflegter Atmosphäre und mit anständigem Service stattfinden kann.

Investitionen wurden von den Betreibern lange Zeit auf Eis gelegt

Weil lange Zeit nicht klar war, ob und welche Spielhallen wegen der vorgeschriebenen Mindestabstände in München schließen sollten, hatten es die Betreiber vermieden größere Investitionen zu tätigen. Mittlerweile ist jedoch klar, dass ein neuer Glücksspielstaatsvertrag erst 2021 kommen wird. Die Stadt München hat deshalb Härtefallregelungen geschaffen, mit denen die Spielotheken als Teil des Unterhaltungsangebotes im Bahnhofsviertel zunächst für weitere vier Jahre betrieben werden können.

Offenbar genügend Zeit, dass sich die „kosmetischen“ Investitionen lohnen. Die Aussicht auf eine weitere Lizenz steigt zudem, wenn alles in gutem und sauberem Zustand ist und die gesetzlichen Spielregeln eingehalten werden.

Was müssen Spielhallenbetreiber in München beachten?

Die für München geltenden Verordnungen sehen vor, dass der Eintritt in Spielhallen erst ab 21 Jahren gestattet ist. In der Diskussion ist, dass der Name „Casino“ nicht mehr verwendet werden darf. Außerdem wird es zukünftig keine Mehrfach-Konzessionen mehr geben. Eine Spielhalle darf dann nur noch zwölf Automaten aufstellen. Darüber hinaus muss ein Mindestabstand von 100 Metern zu Schulen, Berufsschulen und Gymnasien eingehalten werden. Der Anstand zwischen zwei Spielhallen muss 250 Meter betragen. Debattiert wird auch darüber, ob sich Geldautomaten in der näheren Umgebung befinden. Grenzen für Höchstgewinne und Einätze bei den Spielen gibt es ebenfalls.

Wie sieht es tatsächlich mit der Spielsucht aus?

Fakt ist, dass die wenigsten Spieler tatsächlich spielsüchtig werden und damit ihre Existenzgrundlage aufs Spiel setzen. Tatsächlich gehen die Fälle statistisch gesehen sogar zurück, wie eine Studie der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) zeigt. Demnach sind „nur“ rund 180.000 Menschen, also 0,31 % der Bevölkerung als spielsüchtig einzuschätzen. Der Vorjahreswert lag noch bei 215.000 Personen. Etwa 0,56 % oder 320.000 Personen zeigen ein problematisches Spielverhalten. Insgesamt haben jedoch bereits 87 % der Bevölkerung bereits einmal um Geld gespielt, entweder in Spielhallen, Casinos oder Online.

Alkohol und Tabak weisen dagegen erheblich höhere Suchtzahlen auf. Etwa 3,38 Millionen Menschen weisen eine alkoholbezogene Störung auf. Die Zigarettensucht steigt in Deutschland erheblich. Im Jahr 2018 wurden knapp 80 Millionen Zigaretten verkauft. Auch die Arzneimittelsucht stellt in Deutschland ein großes Problem dar. Bei den illegalen Drogen gab es im vergangenen Jahr 1.333 Todesfälle und damit ebenfalls eine steigende Tendenz.

Was tun Online Casinos gegen Spielsucht?

In Europa lizenzierte Online Casinos müssen darauf achten, dass sich kein Spieler unter 18 Jahren anmeldet. Außerdem müssen tägliche, wöchentliche und monatliche Limits für Einzahlungen und Einsätze gesetzt werden können. Den Spielern müssen auf Wunsch auch Adressen genannt werden, wenn sie bei sich ein problematisches Spielen feststellen.

Weiterhin müssen alle Transaktionen der Online-Casinos über europäische Banken ablaufen und damit zu jeder Zeit nachvollziehbar sein. Mit dem neuen Glücksspielstaatsvertrag an 2021 wird es eine umfassende Neuerung für das Online-Glücksspiel geben.

Noch sind sich die dafür verantwortlichen Bundesländer jedoch nicht in allen Details einig. Die meisten Online-Casinos sind wegen der bislang unklaren Rechtssituation in Deutschland mit einer ausländischen Lizenz beispielsweise aus Malta oder Gibraltar.

Bild von birgl auf Pixabay

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