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Museum Brandhorst

Die ganz moderne Sammlung

(c) Museum Brandhorst - Museum Brandhorst, München Blut, Urin und Schmuddelkram: Die Kunst der Gegenwart ist keine leichte Kost, definiert sie sich ja auch durch Provokation. Das solches zu sammeln einem privatem Sammler leichter fällt als einer öffentlichen Institution, liegt auf der Hand. Und vielleicht kann man dies auch als Unterschied nennen zwischen der Pinakothek der Moderne und dem neuen Museum Brandhorst, das jüngste Kind des weltberühmten Münchner Kunstareals. Die Sammlung des in Nordrhein-Westfalen gebürtigen Mäzen umfasst ca. 700 Werke ab 1945 und ist von großer Bedeutung für die Kunstgeschichte der Gegenwart. Ein Schwerpunkt bildet zum Besipiel der 'Lepanto-Zyklus', einem 12-teiligen Hauptwerk des amerikanischen Postexpressionisten Cy Twombly. Dem Zyklus ist ein eigener Raum gewidmet.

Eine weitere Attraktion sind Andy Warhols 'Oxidation Paintings', auf die der Künstler mit seinem Team urinierte um so die Oxidation zu erzeugen. Auch ist Warhols Werk 'Mustard Race Riot' aus der Serie Death and Desaster zu sehen. Es wurde 2004 für 15,1 Millionen US-Dollar in New York versteigert - jedoch nicht an Brandhorst. Dieser kam später zu seinem Besitz. 'Mustard Race Riot' zeigt authentische Fotografien, auf denen amerikanische Polizisten 1960 in Alabama mit ihren Hunden Menschenrechtsdemonstranten attackieren. Zudem kann man Werke des Engländers Damien Hirst bestaunen. Hirst ist der derzeit reichste zeitgenössische Künstler weltweit und provoziert gerne mit der Verwendung von Tierleichen als Werkgegenstand. Des weiteren sind Jean-Michel Basquiat, Mike Kelley, Franz West, Bruce Nauman und Eric Fischl und andere mit Arbeiten vertreten. Wests Werk 'Das Fragile an seiner Kloake' war bereits auf der Biennale in Venedig installiert.

Aufregend anders ist übrigens nicht nur das Interieur des Museums auf drei Etagen, sondern auch dessen Architektur. 36.000 neonfarbene Keramikstäbe zieren den länglichen Block von Sauerbruch Hutton und erinnern an angeklebte Streichhölzer in Reih und Glied. Ist das Kunst? Wenn der Laie fragt, sieht sich der Experte bestätigt. Das Haus wurde Brandhorst im Gegenzug für seine Sammlung vom Freistaat gestiftet. Und neben Direktor Armin Zweite, ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen, trägt der Sammler weiterhin das Zepter in der Hand wie weitergesammelt wird. Wer sich bislang noch nicht hat abschrecken lassen, kann die Werke ab dem 21. Mai Dienstags bis Sonntags ab 10 Uhr bestaunen. Der Eintritt kostet 7 Euro pro Person, Sonntags wie auch in den Pinakotheken, sieht man das alles für nur einen Euro Eintrittspreis.


<Bettina A. Schmidt / Fotos: Andreas Lechtape / Museum Brandhorst>


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Museum Brandhorst
Öffnungszeiten
Di-So: 10-18 Uhr
Do: 10-20 Uhr
Theresienstraße 35a
80333 München
stadtplan ]
Telefon: 089 / 23805-2286
museum-brandhorst.de ]

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